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Dienstag, 11. August 2020

Sieben Jahre älter und vielleicht weiser

 Nach sieben Jahren verschlägt es mich zurück zum bloggen, viel ist seither passiert.

Die erneute GroKo erwies sich doch nicht so segensreich für die SPD wie ich 2013 erwartet habe.

Die Jusos erwiesen sich hingegen als notwendiger als der Nippel beim Mann, mit Kevin Kühnert an der Spitze versuchten sie die Fortsetzung der Großen Koalition zu verhindern, damals meinte ich aus demokratietheoretischen und auch parteilichen Gründen zu Recht - in Zeiten der Corona-Krise ist man allerdings doch froh, dass die SPD in der Regierung sitzt. 

Für den innerparteilichen Frieden ist die von Kühnert und den Jusos forcierte Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjahns meiner Erachtens entscheidend, war der Parteivorsitz lange vom eher rechten Parteiflügel besetzt, konnten sich die ewig maulenden Linken dank einer Urwahl in dieser Frage durchsetzen. Ich stimmte in der zweiten Wahlrunde ebenfalls für Esken und Borjahns, da sich die Unzufriedenheit der linken Parteihälfte dringend Bahn brechen musste, bei einem Sieg Scholz' wären die linken weiter unzufrieden gewesen ohne Verantwortung tragen zu müssen während der rechte Parteiflügel mal wieder als Buh-Mann herhalten müsste.

Neun Monate und milliardenschweren Hilfspaketen später, wurde gestern, am 10.08.2020, Olaf Scholz von Walter-Borjahns und Esken zum Kanzlerkandidaten nominiert, heute sicherte ihm Kühnert ebenfalls seine Unterstützung zu. Nun wird in der vielfach Presse geunkt, die Parteivorsitzenden wären doch viel zu links für so einen rechten Kandidaten, das würde nicht zusammen passen. Ich hingegen würde es für viel problematischer halten, wenn Vorsitz und Kanzlerkandidat der selben Parteiströmung angehörten. Einerseits sind für das Amt des Bundeskanzlers andere Qualitäten erforderlich als für die Parteiführung, andererseits kann die Partei mit einer repräsentativen Führung im Wahlkampf innerhalb der Partei besser mobilisieren.


Eine abschließende Bemerkung zum Titel des Bloggs "Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen":
Anno 2013 nutzte ich dieses Schmidt-Zitat als Seitenhieb gegenüber Jusos mit weitreichenden Visionen - sieben Jahren später habe ich meine damals eher angepasste Position korrigiert, Nicht-Konservative Parteien brauchen eine Vision von einer Gesellschaft, wie sie in Jahrzehnten leben soll. Insofern werde ich dieses Zitat selbstironisch weiter als Blog-Titel nutzen, bis mir etwas stimmigeres einfällt. 😊 

Samstag, 7. Dezember 2013

Warum ich anfange zu "bloggen"

Beginnen werde ich wie man es von den "anonymen" Alkoholikern kennt mit
Hallo, ich bin der Max und bin ein Blogger

Im Rahmen meiner jetzt vorgespielten Schizophrenie habe ich mir ein Interview gegeben:

Warum machst du das?
Wie viele andere Gleichaltrige meine ich der Welt meine gedanklichen Ergüsse mitteilen zu müssen.

Welche Themen sprichst du an?

Alles mögliche was gesellschaftliche und/oder historische Relevanz besitzt, hat das Zeug dazu in diesem Blog zu erscheinen.

Ich bin sehr empfindlich und verstehe keinen Spaß

Nicht alles viel zu ernst nehmen, ein bisschen Spaß muss sein. Vor allem für mich.

Was ist das für ein Titel?
"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" ist ein Zitat von Helmut Schmidt, geantwortet auf die Frage eines Journalisten, wo denn seine visionäre Politik sei.

Ich selbst habe einige Grundgedanken die man als Vision abtun könnte, weshalb ich einen Arztbesuch diesbezüglich nicht ausschließen würde.